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Die Sieger der 120 Sekunden Chance - Martin Hauser, Christian Müller und Erwin Wimmer (vlnr) - strahlen mit Gratulantin und Wettbewerbsinitiatorin Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Medieninformation: Tierisch gutes Sammelsystem gewinnt die 120 Sekunden Chance

16.11.2011
Jury und Publikum wählen beim großen Casting-Finale die Tiroler Geschäftsidee des Jahres 2011

Ein spannendes Casting-Finale der 120 Sekunden Chance 2011 ging gestern Abend im Kaufhaus Tyrol über die Bühne. Zehn Finalisten stellten sich mit ihren Geschäftsideen der Wertung einer Expertenjury und des Finalpublikums. Als Sieger ging Martin Hauser hervor. Er will ein zum Patent angemeldetes System vermarkten, das Pferdeäpfel direkt am Pferd sauber und geruchsfrei auffängt. Mit knapp einem Zehntelpunkt Vorsprung verweist er Christian Müller auf Platz zwei. Müllers Erdsonden-TV prüft die Funktionalität von Wärmepumpen wesentlich besser und günstiger als herkömmliche Methoden. Platz drei geht an Erwin Wimmer, dessen „destiny cube“ die Herstellung von Mutterboden und Braunkohle aus Algen für jedermann ermöglicht.

33 Tirolerinnen und Tiroler nutzten heuer die Chance, ihre Geschäftsideen via Casting vor einer Expertenjury zu präsentieren. Beim Casting vor knapp zwei Wochen wählte die Jury die gestrigen Finalisten. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zeigte sich über den Erfolg ihrer Initiative erfreut: „Die 120-Sekunden-Chance, die heuer bereits zum dritten Mal über die Bühne gegangen ist, leistet einen sehr wichtigen Beitrag dazu, dass die Tiroler Wirtschaft zu neuen Geschäftsideen kommt. Diese Ideen, für deren Umsetzung es dann professionelle Unterstützung gibt, sind die Basis für neue Arbeitsplätze und somit auch für zusätzliche Wertschöpfung im Land Tirol, das – wie uns heute einmal mehr sehr eindrucksvoll vor Augen geführt wurde – ein Land der hellen Köpfe ist.“

Medaillenträger freuen sich über London-Reise, MacBook Air und iPad
„Der Wettbewerb hat richtig viel Spaß gemacht. Insgesamt bin ich mit der Teilnahme einen großen Schritt weiter gekommen. Das Feedback der Jury war sehr konstruktiv und ich konnte wertvolle Kontakte für die Vermarktung knüpfen“, strahlte der Sieger Martin Hauser. Freuen darf sich der Gastwirt und passionierte Kutschenfahrer aus Pertisau auch über eine Reise ins Science Museum nach London, die das Kaufhaus Tyrol für den Sieger sponserte. Ebenfalls vom Kaufhaus Tyrol kommen die Sachpreise für die Plätze zwei und drei: An den Erdsonden-Profi Christian Müller, der sein Unternehmen in Kitzbühel gründen wird, überreichte Marie-Therese Jutz vom Kaufhaus Tyrol ein MacBook Air. Und Erwin Wimmer wird bei der Umsetzung seiner Geschäftsidee ab sofort von einem iPad begleitet.

Alfred della Torre: „Chance auf Mentoren und Investoren“
Die Jury der 120 Sekunden Chance 2011 war mit Barbara Traweger-Ravanelli (IMAD Marktforschung), Fritz Unterberger (Unterberger Beteiligungs GmbH), Alfred della Torre (detoinvest), KR Arthur Thöni (Thöni Industriebetriebe) und Marcus Mühlberger (Signa Holding) mit echten Profis aus der heimischen Wirtschaft besetzt. Juror Alfred della Torre, Gründer und Inhaber der Beteiligungsgesellschaft detoinvest, bestätigte: „Die 120 Sekunden Chance ist eine tolle Plattform. Angehende Gründer können sich der Öffentlichkeit präsentieren und haben gleichzeitig die Chance, hilfreiche Mentoren und auch Investoren zu finden; dabei kann ein Investor wie bei einem Siegerprojekt aus dem Jahr 2009 durchaus detoinvest heißen. Heuer fällt besonders die hohe Qualität der Geschäftsideen auf. Ich freue mich schon darauf, das eine oder andere Projekt etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.“

Die Siegerprojekte

Platz 1 – Martin Hauser, Pertisau:
Mit einem innovativen Sammelsystem für Pferdeäpfel will Martin Hauser Straßen und Wege von Pferdemist freihalten; und das sauber, ohne Geruchsbelästigung für Kutschenfahrer sowie ohne Beeinträchtigung für das jeweilige Pferd. Martin Hauser hat seine Erfindung schon zum Patent angemeldet und will den Vertrieb in Kürze starten. Mit seiner geerbten Sattlernähmaschine kann er Einzelanfertigungen vornehmen, mittelfristig will er die Produktion auslagern.

Platz 2 – Christian Müller, Kitzbühel:
Der aus Bayern stammende Christian Müller siedelt sein Unternehmen in Sachen Erdsonden-TV in Tirol an. Müllers innovative Kameratechnologie kann die Funktionalität von Erdsonden, die Wärmepumpen versorgen, von innen prüfen: und zwar im eingebauten Zustand, in einer Tiefe von bis zu 150 Metern und wesentlich kostengünstiger als bisher möglich. Erdsonden-TV kann zudem die korrekte Verpressung von Erdsonden prüfen. Nur eine solche verhindert, dass verschmutztes Wasser aus oberen Bereichen in sauberes Grundwasser gelangt. Bauherren und Wasserrechtsbehörden aufgepasst – in gut drei Monaten soll´s losgehen.

Platz 3 – Erwin Wimmer, Polling:
Der Pollinger Erwin Wimmer hat einen sogenannten „destiny cube“ entwickelt, in dem innerhalb von 24 Stunden bis zu 8 kg Mutterboden oder Braunkohle aus rund 16 kg Algen mittels hydrothermaler Karbonisierung hergestellt werden können. Wimmer will seinen innovativen Würfel vor allem der Bevölkerung in Entwicklungsländern zugänglich machen. Diese kann die Erzeugnisse wahlweise zum Bodenschutz oder zur klimaneutralen Wärmegewinnung nutzen. Ausliefern will Erwin Wimmer seine Neuheit bereits ab Herbst 2012 mit Hilfe vor Ort tätiger Hilfsorganisationen.


Die weiteren Finalisten im Überblick
Platz 4 – Christoph Kohstall, Innsbruck; Bike to Ski:
Christoph Kohstall hat mit „Bike to Ski“ einen innovativen Adapter entwickelt, der den Skitourenschuh in einen Radschuh verwandelt. Der Vorteil: kraftvolles Treten und warme Füße bei der „Anreise“ ins Skitourengelände auf dem Bike.
Platz 5 – Volkmar Seyr und Helmut Goreis, Ampass; Hängestativ:
Volkmar Seyr und Helmut Goreis haben ein Hängestativ für Ferngläser entwickelt. Eine zu beiden Seiten mit Holzkugeln versehene Aluminiumstange sorgt mit einem Eigengewicht von nur 98 Gramm für eine rasche, unkomplizierte Stabilisierung des Blickfeldes.
Platz 6 – Wolfgang Köpfle, Elbigenalp; Schihelm-G’weih:
Wohin mit dem Skihelm während des Einkehrschwungs? Wolfgang Köpfle bietet Pistenprofis und Hüttenwirten mit seinem Skihelm-G’Weih eine ideale Lösung.
Platz 7 – Thomas Lechthaler, Innsbruck; Reittherapien:
Thomas Lechthaler will in Innsbruck ein Zentrum für Reittherapien etablieren, das Menschen mit Behinderung oder Burn Out-Patienten bei der Bewältigung seelischer Herausforderungen unterstützt.
Platz 8 – Susanne Thamer und Margarethe Ritsch, St. Johann; Henry:
Susanne Thamer und Margarethe Ritsch erleichtern ihren Kunden die Organisation des Alltags mit Henry, dem persönlichen Assistenten. Wer Henry oft nützt, dem nützt eine 25 Euro Monats-Flatrate.
Platz 9 – Lydia Zabernig, Axams; Tiroler Sofa:
Lydia Zabernig veredelt alte Wassertränken von heimischen Feldern zu Tiroler Sofas und damit zu stylischen Einrichtungsobjekten für zahlreiche Anwender.
Platz 10 – Manuela Fietz, Innsbruck; Gel-Ohrwärmer:
Manuela Fitz tüftelt an einem Ohrenschutz, der Ohren mittels Geltechnologie von innen wärmt und zeitgleich als Ohrhörer fungiert.


Hintergrund 120 Sekunden Chance
Die 120 Sekunden Chance ist eine Initiative der Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, welche die Standortagentur Tirol gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol und dem Gründungszentrum CAST im Vorfeld des Businessplanwettbewerbs adventure X durchführt. Ziel der Initiative ist es, aussichtsreiche Geschäftsideen zu finden, die mit Hilfe der Jury einer ersten Einschätzung unterzogen und bei der Umsetzung auf Wunsch weiter unterstützt werden.
 

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