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Landesrätin Zoller-Frischauf und Harald Gohm legten den Tätigkeitsbericht 2011 der Standortagentur Tirol vor.

Medieninformation: Tirol auf dem Weg zur Smart Region

14.05.2012
Standortagentur Tirol legt mit Tätigkeitsbericht 2011 erste Leistungsbilanz nach Ausbau vor. Standortentwicklung setzt künftig verstärkt auf Spezialisierung.

Über 400 Beratungen zur Forschungs-, Technologie- und Innovationsförderungen von Land, Bund und EU, 470 in Clustern vernetzte Partner, 98 Fachtermine in den Clustern, 86 beratene Kooperationen von Clusterpartnern, 39 Neukunden für das Enterprise Europe Network, 286 Praktika junger Menschen in Europa, 16 internationale Standortpräsentationen, 41 Ansiedlungen und Gründungen - die Standortagentur Tirol blickt auf ein umtriebiges Jahr 2011 zurück. Mit erweiterten Services für Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist im Berichtsjahr der endgültige Ausbau der ehemaligen Förderagentur zur Standortagentur erfolgt. Künftig soll diese zudem die Entwicklung einer Smart Region Tirol vorantreiben.

Tirol hält europäische Bestnote bei Vernetzung - ein Erfolg der Clusterpolitik
Dass das Land Tirol beim Management des Standortes auf die richtigen Instrumente setzt, belegte im Jahr 2011 eine europäische Benchmarkinganalyse im Auftrag der Standortagentur Tirol. Im Vergleich zu 11 weiteren europäischen Regionen wie zum Beispiel St. Gallen, Ingolstadt oder Karlsruhe hält Tirol beim Thema Vernetzung und Entwicklung gemeinsamer Kompetenzen die Bestnote. „Diesen Erfolg schreibe ich insbesondere den Clustern in der Standortagentur Tirol zu. Diese vernetzen rund 500 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Branchen und motivieren ihre Mitglieder zu Innovationsarbeit und Kooperationen. Auch im Berichtsjahr 2011 ist der Effekt beeindruckend“, informiert die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. So kommen 34 der im Rahmen der Technologieförderung des Landes in 2011 neu bewilligten Projekte aus den Clustern. Zudem konnten die Clustermanagements insgesamt 86 laufende oder geplante Kooperationen ihrer Mitglieder beraten. Solche Kooperationen werden zunehmend fachübergreifend etabliert.

Die Zukunft liegt im smarten Tirol
Als Vorzeigeprojekte für die immer engere Zusammenarbeit der Branchen gelten zurzeit
die landesgeförderten K-Regios enerChange (Cluster: Erneuerbare Energien, Mechatronik, IT) und Cardiospect (Cluster: Life Sciences, IT). Diese neue Stärke der fachübergreifenden Zusammenarbeit soll in den kommenden Jahren zum Ausbau der Smart Region Tirol genützt werden. „Standorte brauchen klare Profile. Deshalb treiben wir die Entwicklung unseres Standortes zur Smart Region Tirol – dem begehrtesten Kraftplatz der alpinen Welt – voran. Das gelingt uns dann, wenn die Tiroler Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regionen ihre anerkannten Leistungen in den Bereichen Gesundheit, Technologie und Tourismus gekonnt miteinander verknüpfen. So entstehen Produkte und Dienstleistungen mit einem echten Alleinstellungsmerkmal und ein international eindeutiges Profil für die Vermarktung“, informiert Standortagentur-Geschäftsführer Dr. Harald Gohm zur geplanten Spezialisierung. Die Standortagentur Tirol steht in diesem Prozess als Vermittler, Prozesstreiber, Moderator, Förderberater, Ideengeber, Projektträger und Projektevaluator zur Verfügung.

Innovation finanzieren: über 400 Beratungen und Abwicklung von 3 Calls
Unter den neuen Services, welche die Standortagentur Tirol heimischen Betrieben und Forschungseinrichtungen seit 1. Jänner 2011 zusätzlich bietet: die Beratung und Begleitung bei der Nutzung von Forschungs-, Technologie- und Innovationsförderungen sowohl des Landes als auch des Bundes und der Europäischen Union.: „Es war wichtig, in Tirol mit unserer Standortagentur eine zentrale Anlaufstelle für die Förderberatung im Innovations- und Technologiesektor zu schaffen. Die Unternehmen profitieren von einem besseren Überblick und von der langfristigen Begleitung aus einer Hand, wenn im Innovationsprozess mehrere Programme durchlaufen werden“, sagt Landesrätin Zoller-Frischauf.

Insgesamt konnte die Standortagentur Tirol im Jahr 2011 bereits über 400 solcher Beratungen durchführen. Mit 173 bzw. rund 42 Prozent entfällt der größte Anteil auf Beratungen im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, zu welchem mit Unterstützung der Standortagentur Tirol schließlich 27 Projekte mit Tiroler Beteiligung eingereicht werden konnten. Mit 156 bzw. 38 Prozent der Beratungen folgen bereits die Landesprogramme. Betriebliche Forschung und Entwicklung bildet den Schwerpunkt diese Beratungen. Für das Land Tirol hat die Standortagentur Tirol im Berichtsjahr zudem die Ausschreibungen zu den regionalen Programmen InnovationsassistentIn, K-Regio und Translational Research abgewickelt. Aus insgesamt 39 Anträgen hat die Tiroler Landesregierung in der Folge Technologiegelder in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro vergeben. 70 Prozent dieser Mittel entfallen auf vier neue Forschungsverbünde im Programm K-Regio.

Europa im Fokus: 286 Mobilitäten und 39 Neukunden im Netzwerk
Anlaufstelle ist die Standortagentur Tirol seit 2011 nicht nur für die EU Forschungsförderung, sondern auch für Partnersuche und Technologietransfer über das Enterprise Europe Network sowie für geförderte Praktika junger Tirolerinnen und Tiroler im europäischen Ausland. Insgesamt konnte die Standortagentur Tirol 286 dieser sogenannten Mobilitäten von jungen Menschen im Jahr 2011 abwickeln. „Zwei Drittel dieser Auslandspraktika haben Studierende und Graduierte absolviert. Auch Unternehmen nützen die Option bereits, ich wünsche mir von ihnen aber eine deutlich stärkere Beteiligung. Über das Entsenden junger Arbeitnehmer oder Lehrlinge lässt sich nämlich die Arbeitgebermarke stärken. Gleichzeitig lassen sich so Partnerschaften in Europa relativ leicht vertiefen und neues Wissen oder neue Techniken kommen in den eigenen Betrieb“, berichtet Harald Gohm.

Um Partner oder Technologien in Europa zu finden, nutzen bis dato 160 Tiroler Betriebe und Forschungseinrichtungen regelmäßig die Services des Enterprise Europe Network (EEN). Die Standortagentur Tirol unterstützt und koordiniert die Suche mit Hilfe von Europas größter Technologiedatenbank. Im Jahr 2011 konnte die Standortagentur Tirol 39 Neukunden für das EEN gewinnen.

Rekordbilanz bei betreuten Betriebsansiedlungsprojekten
Für Unternehmen aus dem Ausland war der Wirtschaftsstandort Tirol im Jahr 2011 hoch attraktiv. Mit 68 Projekten konnte die Standortagentur Tirol so viele Betriebsansiedlungs- und –erweiterungsprojekte betreuen wie noch nie. „Diese Rekordbilanz bestätigt, dass die Tiroler Standortpolitik auf dem richtigen Weg ist. Und diese Bilanz dürfte noch weiter steigern, denn im laufenden Jahr können wir bereits heute und damit noch vor der Halbzeit erneut über 70 Projekte betreuen“, resümiert Harald Gohm. Im Jahr 2011 kam es bei 18 Projekten zu einer positiven Investitionsentscheidung aus dem Ausland. Diese wollen am Standort Tirol mittelfristig 154 Arbeitsplätze bieten. Die meisten der Neuansiedlungen kommen mit neun Ansiedlungen traditionell aus Deutschland, Italien hält mit fünf bzw. knapp 30 Prozent der Ansiedlungen den zweiten Platz im Ranking der Herkunftsländer. Die Schweiz (2), die Niederlande (1) und Großbritannien (1) folgen. Anders bei den betreuten Projekten – hier hält Italien den Spitzenplatz mit 39 und damit mehr als der Hälfte der Interessenten und verweist Deutschland (18) auf Platz zwei.

Eine der realisierten Ansiedlungen ist die Automation W + R GmbH aus München. Diese hat mit Winspect ein Seilprüfgerät entwickelt, das monatlich vorgeschriebene visuelle Kontrollen von Seilen mit einem teilautomatisierten optischen Prüfgerät durchführt. Für die internationale Verbreitung ist die Winspect GmbH & Co KG in Hochfilzen gegründet worden.
 

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