Bildnachweis: Standortagentur Tirol

Technologie

Die Vortragenden referierten zu Themen wie Robotik, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz. Die Veranstalter (Standortagentur Tirol, GMAR und MCI) planen bereits eine Fortsetzung der Robotics Talks Osttirol.

Robotik und Automatisierung im Fokus: Erster Robotics Talk Osttirol in Lienz

11.06.2026
Rund 60 Fachleute aus Wirtschaft, Forschung und Bildung folgten kürzlich der Einladung der Standortagentur Tirol und der Gesellschaft für Mess-, Automatisierungs und Robotikertechnik am MCI Campus Lienz. Mit der neuen Veranstaltungsreihe wurde erstmals eine Plattform geschaffen, um aktuelle und globale Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz sichtbar zu machen. Gefördert wurde der fachliche Austausch unter dem Osttiroler Fachpersonal für Automatisierung, Forschungseinrichtungen und Lehrkräften aus der Region.

Anwendungstechnologie für Wirtschaft, Hochschule und Schule

Unter den Teilnehmenden befanden sich Vertreter zahlreicher regionaler Leitbetriebe, darunter HELLA, DURST, Liebherr, iDM Energiesysteme, KOMET, Aberjung Digital sowie weitere Unternehmen, die sich mit Automatisierung, Digitalisierung und intelligenten Produktionsprozessen beschäftigen. Ergänzt wurde das Publikum durch Lehrkräfte, Studierende sowie Schüler:innen der HTL Lienz.

Für die fachlichen Impulse sorgten Vortragende aus Forschung und Praxis. Andreas Dorer von Frey Automation eröffnete die Fachvorträge mit einer Einordnung der internationalen Entwicklungen in der Robotik und beleuchtete Europas Position im globalen Wettbewerb. Michael Eberle von DigiFAI zeigte anhand konkreter Anwendungsfälle auf, wie virtuelle Inbetriebnahmen und digitale Zwillinge von Robotik-Systemen die Sicherheit und Effizienz moderner Industrieanlagen steigern können.

Einen Einblick in aktuelle Automatisierungsprojekte aus der regionalen Industrie gaben Benjamin Massow vom MCI und Arik Gander von iDM. Im Fokus stand die automatisierte Qualitätskontrolle in der Wärmepumpenproduktion und die Frage, wie Robotik und Bildverarbeitung zur Sicherung von Qualitätsstandards zusammen hängen.

Jens Hopfgartner von Trafalgar widmete sich der Frage, wie sogenannte „Physical AI“-Systeme künftig mit der realen Welt interagieren werden. Sein Vortrag spannte den Bogen von heutigen Anwendungen bis hin zu zukünftigen Szenarien autonomer und lernfähiger Robotersysteme. Ein spannender Vortrag, der insbesondere den anwesenden HTL-Schüler:innen aufzeigte, welche Zukunftschancen und Entwicklungsperspektiven sich im Bereich Mechatronik und Automatisierung eröffnen werden.

Im Zentrum der Diskussionen stand die zunehmende Verschmelzung von Robotik, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz. Die Vorträge machten deutlich, dass diese Technologien nicht mehr als Zukunftsvision betrachtet werden darf:

„Automatisierung wird zu oft noch als nachträgliche Anpassung gesehen. Die größten Potenziale entstehen jedoch dann, wenn sie bereits in der Entwicklung von Produkten und Prozessen mitgedacht wird“, betonte Andreas Dorer von Frey Automation.

Netzwerk: “Automatisierer” in Osttirol

Neben den Fachvorträgen stand auch die Vernetzung der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Der abschließende Firmenbesuch bei Frey Automation bot die Möglichkeit, innovative Automatisierungslösungen direkt in der Praxis zu erleben und den Austausch zwischen Wirtschaft, Forschung und Ausbildung weiter zu vertiefen.

Die Veranstalter (Standortagentur Tirol, GMAR und MCI) planen bereits eine Fortsetzung der Robotics Talks Osttirol und wollen dieses oder ähnliche Formate als jährlichen Treffpunkt für Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Region etablieren.

„Osttirol verfügt über eine außergewöhnliche Stärke im Bereich Automatisierung. Die Robotics Talks haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel Know-how und Innovationskraft in den Osttiroler Unternehmen vorhanden ist.“ Michael Jäger, Standortagentur Tirol (Cluster Mechatronik)

„Der Robotics Talk zeigt eindrucksvoll, welches technologische Know-how in unserer Region vorhanden ist. Mit diesem Format möchten wir Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungspartner langfristig vernetzen und Osttirol als Standort dieser absolut wichtigen Zukunftstechnologien weiter stärken“, freut sich Hansjörg Jaufenthaler, Standortleiter des MCI Campus Lienz.

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