Bildnachweis: Standortagentur Tirol

Kapital

6 Tiroler Projekte erhalten Förderung aus dem ersten Call von EFRE K-Regio enterprise

27.07.2026
Kooperative Forschung zahlt sich aus: Aus dem ersten Fördercall des Programms EFRE K-Regio enterprise 2021-2027 erhalten sechs Projekte, an denen insgesamt 14 Tiroler Unternehmen mitwirken, eine Förderung für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Themen reichen von der Krebsforschung über neue Werkstofftechnologien bis hin zu nachhaltiger Produktion.

Mit dem Programm EFRE K-Regio enterprise unterstützen das Land Tirol und die Europäische Union kooperative Projekte, in denen sich mindestens zwei Tiroler Unternehmen zusammenschließen, um gemeinsam an technologischen Fragestellungen der angewandten Forschung zu arbeiten.

Pro Projekt konnten bis zu 600.000 Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen beantragt werden, verteilt auf maximal zwei Jahre. Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, wobei je nach Unternehmensgröße bis zu 80 % der förderfähigen Kosten übernommen werden können. Besonders im Fokus stehen Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung, Material- und Ressourceneffizienz, Bioökonomie und Life Sciences – Bereiche, die sich auch in den nun geförderten Projekten widerspiegeln.

„Die sechs Projekte zeigen, wie unterschiedlich Tiroler Unternehmen von kooperativer Forschung profitieren können – von der Medizintechnik über die Materialforschung bis zur nachhaltigen Produktion. Sie leisten nicht nur einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Betriebe, sondern stärken auch langfristig den Innovationsstandort Tirol“, betont Mario Gerber, Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung.

„Die Standortagentur Tirol begleitet als zentrale Anlaufstelle interessierte Unternehmen von der ersten Projektidee über die Antragstellung bis hin zur Abwicklung“, ergänzt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. „Zudem unterstützen wir die Antragsteller:innen dabei, ihre Vorhaben optimal für das Auswahlverfahren aufzustellen.“

Diese sechs Projekte aus dem ersten Call werden gefördert:

Angios FlexCo – Projekt AngioQuant Im Projekt AngioQuant wird ein standardisiertes Verfahren zur objektiven Bewertung der Blutgefäßneubildung in Tumorgewebe entwickelt. Mithilfe von Blutgefäß-Organoiden und automatisierter Bildauswertung soll ein reproduzierbarer Neovaskularisierungs-Index entstehen, der künftig eine bessere Vergleichbarkeit von Tumoren und eine gezieltere Bewertung therapeutischer Ansätze in der Krebsforschung ermöglicht. Projektpartner ist die Tyrolpath Obrist Brunhuber GmbH.

fibionic GmbH – Projekt BioniConSolid Gemeinsam mit MICADO SMART ENGINEERING GmbH entwickelt fibionic eine werkzeuglose Technologie zur Konsolidierung thermoplastischer Faserverbundbauteile mit variabler Dicke und komplexer Geometrie. Ziel ist ein praxistaugliches Prozessverständnis für Heiz-, Kühl- und Druckführungskonzepte, das in einem Demonstrator für den industriellen Leichtbau mündet.

DePro Control GmbH – Projekt KI-FlexPV Im Projekt KI-FlexPV entwickeln die beteiligten Unternehmen KI-gestützte Inline-Analytik für die industrielle Fertigung flexibler CIGS-Photovoltaikmodule. Datenbasierte Methoden sollen Qualitätsschwankungen frühzeitig erkennen, Ausschuss reduzieren und damit die Basis für eine wirtschaftliche Serienfertigung schaffen. Neben DePro Control wirkt Sunplugged Solare Energiesysteme GmbH am Projekt mit.

MIQALab GmbH – Projekt CIRCLE Das Projekt CIRCLE entwickelt ein branchenübergreifendes Monitoringkonzept für Mikroplastik in industriellen Prozessen. Mit standardisierten Messprotokollen, einem einheitlichen Mikroplastik-Footprint und einer digitalen Datenbasis sollen Unternehmen ihre Kreislauffähigkeit absichern und sich frühzeitig auf kommende EU-Vorgaben vorbereiten. Das Projekt wird mit drei weiteren Partnerfirmen bearbeitet.

optical design unit gmbh – Projekt Mikro-Optiken für die Lichttechnik In diesem Projekt entstehen hochintegrierte Light-Engines mit mikro-optischen Primäroptiken für die Leuchtenindustrie. Durch die optimale Abstimmung von Optik, Elektronik und thermischem Design sollen energieeffizientere, kompaktere Leuchten mit besserer Lichtqualität für die industrielle Umsetzung entwickelt werden. Als Projektpartner ist die TB Müller Konstruktion GmbH beteilgt.

Oroboros Instruments GmbH – Projekt MitoDrugs Gemeinsam mit KinCon biolabs GmbH arbeitet Oroboros Instruments an neuen Methoden zur frühzeitigen Erkennung unerwünschter Off-Target-Effekte von Wirkstoffkandidaten, insbesondere im Zusammenhang mit der mitochondrialen Funktion. Die entstehende Analyseplattform soll pharmazeutischen Unternehmen bereits in frühen Entwicklungsphasen verlässliche Aussagen zu Wirksamkeit und Sicherheit neuer Wirkstoffe ermöglichen und so Entwicklungszeiten verkürzen.

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