10.02.2026
Die Standortagentur Tirol setzt mit der Kreislaufwirtschaft einen klaren Fokus auf nachhaltige Standortentwicklung. Ein wichtiger Baustein dafür ist der Circular Hub Tirol, der Unternehmen mit Beratung, Wissen und Vernetzung unterstützt. Welche Bedeutung Circular Hubs dabei haben, beleuchten Armin Kratzer und Mariella Schimatzek in einem Beitrag im neuen "Handbuch Kreislaufwirtschaft".
Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Themenschwerpunkt der Standortagentur Tirol – und gewinnt auch auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene zunehmend an Bedeutung. Im neuen „Handbuch Kreislaufwirtschaft“ beleuchten Armin Kratzer und Mariella Schimatzek die Rolle von Circular Hubs als Knotenpunkte der Transformation. Insbesondere gehen sie dabei auf das Projekt „Cheers4EU“ ein, welches seit April 2024 von der Standortagentur Tirol bearbeitet wird.
Das Projekt CHEERS4EU verfolgt das Ziel, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa zu beschleunigen, indem sogenannte Circular Hubs als zentrale Motoren für Innovation, Zusammenarbeit und Wissenstransfer gestärkt werden. Diese spezialisierten Einrichtungen vernetzen Unternehmen, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft und unterstützen den Wandel vom linearen Wirtschaftsmodell hin zur Circular Economy.
CHEERS4EU untersucht, welche Faktoren für den erfolgreichen Aufbau und die Nutzung solcher Hubs entscheidend sind und wie sie zur Gestaltung wirksamer politischer Rahmenbedingungen beitragen können. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse münden in konkrete Policy-Empfehlungen für europäische Regionen. In Tirol ist die Standortagentur Tirol mit dem Circular Hub Tirol beteiligt, das Land Tirol fungiert als assoziierter Partner. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des EU-Programms Interreg Europe.
Kreislaufwirtschaft als strategischer Schwerpunkt der Standortagentur Tirol
Das vorherrschende lineare Wirtschaftsmodell – Rohstoffe entnehmen, Produkte herstellen, nutzen und entsorgen – stößt angesichts begrenzter Ressourcen und ökologischer Herausforderungen zunehmend an seine Grenzen. Die Kreislaufwirtschaft setzt hier an: Materialien und Produkte sollen so lange wie möglich im Umlauf gehalten, Abfälle vermieden und Ressourcen effizient genutzt werden.
Für die Standortagentur Tirol ist die Kreislaufwirtschaft daher ein wesentlicher Hebel für eine zukunftsfähige, wettbewerbsstarke und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Sie wirkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette und erfordert neue Denkweisen, Geschäftsmodelle und Formen der Zusammenarbeit über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg.
Circular Hub Tirol als zentraler Knoten
Mit dem an der Standortagentur Tirol angesiedelten Circular Hub Tirol steht Unternehmen und Interessierten eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung, um den Übergang von der linearen zur zirkulären Wirtschaftsweise aktiv zu gestalten. Der Circular Hub Tirol unterstützt Betriebe dabei, die Potenziale der Kreislaufwirtschaft zu erkennen und gezielt zu nutzen.
Das Serviceangebot reicht von Einstiegsberatungen und dem „Circularity Check“ über strukturierte Workshopprogramme bis hin zu Informationen zu aktuellen Entwicklungen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein besonderer Fokus liegt auf Austausch, Vernetzung und ko-kreativer Projektentwicklung.
Welche Rolle Circular Hubs in diesem Transformationsprozess spielen können, thematisieren Armin Kratzer und Mariella Schimatzek von der Standortagentur Tirol in ihrem Beitrag „Circular Hubs: Knoten der Transformation?“ im neu erschienenen „Handbuch Kreislaufwirtschaft“. Das umfangreiche Fachbuch bietet eine Gesamtschau der Kreislaufwirtschaft, es vereint wirtschaftliche, technische, rechtliche und politische Perspektiven.
Der Beitrag unterstreicht die Bedeutung von Circular Hubs als Schnittstellen zwischen Unternehmen, Forschung, Verwaltung und weiteren Akteur:innen. Sie schaffen Räume für Wissenstransfer, Innovation und Kooperation und tragen damit wesentlich dazu bei, die Kreislaufwirtschaft von der Idee in die Umsetzung zu bringen.
Links
>>Circular Hub Tirol
>>Cheers4EU
>>Handbuch Kreislaufwirtschaft