Bildnachweis: Biotech Austria/AV Media

Innovation

Marcus Hofer (GF Standortagentur Tirol), Landeshauptmann Anton Mattle, Lejla Pock (GF Human.technology Styria GmbH) und Peter Llewellyn-Davies (Präsident Biotech Austra) begrüßten die 250 Teilnehmer:innen des 4. Biotech Summit Austria in Innsbruck.

BIOTECH SUMMIT AUSTRIA in Innsbruck: Impulse für die Zukunft der Biotechnologie

15.10.2026
Mehr als 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern diskutierten beim vierten BIOTECH SUMMIT AUSTRIA in Innsbruck über die Zukunft der Biotechnologie. Im Mittelpunkt standen die Finanzierung und Skalierung innovativer Unternehmen, der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftlichen Erfolg sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Wie kann aus wissenschaftlicher Exzellenz wirtschaftlicher Erfolg entstehen? Welche Rahmenbedingungen brauchen Biotech-Unternehmen, um zu wachsen und international wettbewerbsfähig zu sein? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der vierte BIOTECH SUMMIT AUSTRIA am 13. und 14. Oktober 2026 in Innsbruck. Unter dem Motto „Start up, Scale up, Step up!“ kamen mehr als 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern zusammen, um Chancen und Herausforderungen der österreichischen und europäischen Biotech-Branche zu diskutieren.

Der Summit wurde von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol veranstaltet. Als nationaler Treffpunkt der österreichischen Biotech-Branche bot die Veranstaltung auch heuer eine Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Unternehmen, Investor:innen und Politik. Die zunehmende internationale Beteiligung unterstreicht die Bedeutung des Summits für die Vernetzung der Branche über Ländergrenzen hinweg.

Von der Forschung zum international erfolgreichen Unternehmen

Ein Schwerpunkt des Programms lag auf der Frage, wie wissenschaftliche Durchbrüche in erfolgreiche Unternehmen überführt werden können. In einer Paneldiskussion zum Transfer akademischer Forschung in wirtschaftliche Erfolge diskutierten Andreas Altmann, Rektor und CEO des MCI, Christine Ruckenbauer, Chief Business Officer bei RIANA Therapeutics, Stefan Schneeberger von der Medizinischen Universität Innsbruck und den Tirol Kliniken sowie Gregor Wick, Vorstandsmitglied von BIOTECH AUSTRIA, über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Auch die Finanzierung innovativer Unternehmen stand im Mittelpunkt. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, beleuchtete die Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital benötigt. Weitere Programmpunkte widmeten sich der Finanzierung und Skalierung von Biotech-Unternehmen, globalen Strategien für geistiges Eigentum sowie dem Einsatz künstlicher Intelligenz bei Biotech-Investments.

Mit Blick auf die Zukunft der Pharmaindustrie zeigte Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der STADA Arzneimittel AG und der Actavis Group, auf, wie geopolitische Veränderungen, technologische Innovationen, der Wandel der Gesundheitssysteme und neue Geschäftsmodelle die Branche bis 2035 prägen könnten. Segel-Olympiasieger Lukas Mähr setzte sich in seiner Keynote mit Resilienz und Teamarbeit auseinander.

Am zweiten Veranstaltungstag standen unter anderem die österreichische Biotech-Strategie und -Politik sowie die Rahmenbedingungen für Biotech-Unternehmer:innen auf dem Programm. Sechs Biotech-Start-ups präsentierten ihre Ideen und Projekte. Den Abschluss bildete ein Fireside Chat zwischen Christoph Huber, Mitgründer und Investor von BioNTech, und BIOTECH-AUSTRIA-Präsident Peter Llewellyn-Davies. Dabei ging es um Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Aufbau erfolgreicher Biotech-Unternehmen.

Tirol als starker Life-Sciences-Standort

Dass Innsbruck den passenden Rahmen für den Austausch der Branche bietet, zeigte sich auch im begleitenden Programm. Bereits am 13. Oktober erhielten die Teilnehmer:innen bei einem Besuch des Health Hub Tirol Einblicke in den Life-Sciences-Standort. Der Hub bietet ein Umfeld für Innovation und Zusammenarbeit und steht beispielhaft für die Entwicklung des Tiroler Life-Sciences-Ökosystems.

Der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle unterstrich bei seinem Besuch die Bedeutung der Branche: „Biotechnologie ist ein wichtiger Treiber für Innovation und die wirtschaftliche Entwicklung der Zukunft. Veranstaltungen wie der BIOTECH SUMMIT AUSTRIA zeigen die Stärken Tirols im Bereich Life Sciences und schaffen wertvolle Verbindungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sie tragen zudem dazu bei, Österreich international sichtbarer zu machen und den Austausch von Ideen und Partnerschaften zu fördern, die das Wachstum innovativer Unternehmen unterstützen.“

Auch der persönliche Austausch nahm einen wichtigen Stellenwert ein. Bei gezielten 1:1-Meetings und Networking-Veranstaltungen konnten Teilnehmer:innen aus der gesamten Biotech-Wertschöpfungskette Kontakte knüpfen, bestehende Beziehungen vertiefen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten ausloten.

Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria, betonten die Bedeutung der überregionalen Zusammenarbeit: „Der Summit zeigt, wie wichtig der Austausch über regionale und nationale Grenzen hinweg für die Entwicklung der Biotech-Branche ist. Innsbruck bot einen hervorragenden Rahmen für neue Kontakte, Diskussionen und Partnerschaften. Gleichzeitig nehmen wir die Dynamik mit und freuen uns darauf, den Summit 2027 in Graz fortzuführen.“

Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, sieht in der Veranstaltung ein starkes Signal für den Life-Sciences-Standort Österreich. Die intensive Vernetzung von Forschung, Unternehmertum, Investor:innen und Politik schaffe die Grundlage dafür, Innovationen schneller zu skalieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig auszubauen.

Der fünfte BIOTECH SUMMIT AUSTRIA findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt.

Link

>>Biotech Austria Summit 2026
>>Cluster Life Sciences Tirol
>>Health Hub Tirol

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