Innovation

Tirol soll zu einer Spitzenregion im Bereich Life Sciences weiterentwickelt werden. Bildnachweis: Lebensraum Tirol Holding/Oss

LRin Leja und LR Mattle: "Gesundheitsstandort Tirol konsequent ausbauen"

08.06.2021
Lebensraum Tirol Perspektivenwoche - Tirol soll bis 2030 Spitzenregion bei Life Sciences werden - "Health Hub Tirol": Erste Projekte in Umsetzung, weitere Ausschreibungen im Herbst

Tirol als qualitativ hochwertigen und innovativen Wirtschafts- und Gesundheitsstandort weiter konsequent ausbauen – dieses Ziel hat sich die Tiroler Landesregierung auf die Fahnen geschrieben. Im Rahmen der Lebensraum Tirol Perspektivenwoche informierten Gesundheitslandesrätin Annette Leja und Wirtschaftslandesrat Anton Mattle gemeinsam mit Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, heute bei einem Pressegespräch über geplante und bereits in Umsetzung befindliche Vorhaben. Dabei spielt insbesondere die Forcierung Tirols als Standort von Unternehmen der Life Sciences – also aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie und Chemie – eine Rolle.

Bis 2030 Spitzenregion bei Life Sciences – Fahrplan wird erarbeitet
Tirol ist bereits ein erfolgreicher und international beachteter Standort von Gesundheitsunternehmen. Mit derzeit rund 11.000 Beschäftigten in Wirtschaft und Wissenschaft sowie einem Branchenumsatz von 2,25 Milliarden Euro hat sich der Life Science-Sektor in Tirol in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt. Die Bedeutung des Life Science-Sektors für Tirol zeigt sich auch bei den Exportzahlen: Im Jahr 2019 wurden aus Tirol Waren im Wert von 13,2 Mrd. Euro exportiert – knapp ein Viertel davon entfällt auf den Pharmabereich. Trotz Coronakrise konnten die Ausfuhren im Pharmabereich im ersten Halbjahr 2020 um ein Drittel auf 1,5 Milliarden Euro und jene der chemischen Industrie um ein Viertel auf 42 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.
 
„Diesen erfolgreichen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Tirol soll zu einer Spitzenregion im Bereich Life Sciences weiterentwickelt werden. Deshalb arbeiten Expertinnen und Experten auf Basis einer internationalen Benchmarkstudie über den kommenden Sommer an einem Umsetzungs-Konzept, um dieses Ziel bis 2030 zu erreichen“, betonen LR Mattle und LRin Leja. Tirol verfüge über ein hervorragendes universitäres Umfeld, international tätige Leitbetriebe und innovative Start-ups. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors und der Verknüpfung mit dem Gesundheitsstandort werde die Tiroler Landesregierung dieses Stärkefeld künftig noch kräftiger unterstützen. 
 
Projekt „Health Hub Tirol“ wird weiter forciert
 
Ein wichtiger Baustein zu Erreichung dieses Ziel wurde mit dem Projekt „Health Hub Tirol“ und der Einrichtung von Knotenpunkten für Wissenschaft und Gesundheitsunternehmen bereits gestartet. Für das Projekt stehen vorerst in Summe 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Health Hubs sollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich weitere Life Science-Unternehmen in Tirol etablieren und entfalten können“, informiert LR Mattle. Die Abwicklung des Projekts erfolgt durch die Standortagentur Tirol.
 
Der „Health Hub“ setzt sich aus den vier Elementen Infrastruktur (Labor- und Büroräumlichkeiten, etc.), Förderung (pro Projekt und für eine maximale Projektdauer von drei Jahren), Services (z. B. Finanzierungsberatung) und Kapital (Zugang zum Investorennetzwerk der StandortagenturTirol und eigener Life Science-Fonds) zusammen.
 

Weiterentwicklung des Cluster Life Sciences

"Der Cluster Life Sciences der Standortagentur Tirol hat derzeit rund 70 Unternehmen und vereint alle relevanten Akteur*innen",

berichtet Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. Ziele sind Vernetzung untereinander, gemeinsame Projekte und internationale Vernetzung. Der Health Hub ist ein Element zur Weiterentwicklung des Clusters. Hier startet unter Vorsitz von Franz Fischler ein Projekt zur Standortbestimmung, das als Basis für Arbeitsgruppen dient. Schwerpunkte sind neben der Stärkung der Wissenschaft die Begleitung bestehender Unternehmen bei nachhaltigem Wachstum sowie die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. Auch Nachhaltigkeit und Lebensqualität sind wichtige Themen - insbesondere wenn es um die Ansiedlung von ausländischen Fachkräften geht. Die Umsetzung weiterer Projekte ist für September geplant.

 

Nachschau der Pressekonferenz

Tiroler Tageszeitung Berichterstattung zum Perspektivenforum

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