01.09.2026
Auszeichnungen für junge Forscher:innen und Innovationsprojekte im Zeichen der starken Regionen.
Rekordbeteiligung bei den Euregio-Awards: Beim European Forum Alpbach wurden vier Forschungs- und Innovationsprojekte aus der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ausgezeichnet. Mit dem Jungforscher Philipp Jaufenthaler von der Universität Innsbruck, dem Innsbrucker Life-Science-Unternehmen KinCon biolabs GmbH, VAHLE Automation und Terra Atmos gingen dabei gleich mehrere Auszeichnungen nach Tirol.
Tiroler Projekte überzeugen die Jury
Insgesamt wurden heuer 105 Projekte eingereicht, so viele wie noch nie zuvor. Die Euregio-Awards wurden erstmals in vier Kategorien vergeben und würdigen herausragende Leistungen aus Forschung und Wirtschaft. Überreicht wurden die Auszeichnungen im Beisein von Euregio-Präsident und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. Dieser betonte, dass die prämierten Projekte konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit liefern und beispielhaft zeigen, welches Innovationspotenzial in der Euregio steckt.
Den Euregio-Jungforscher:innenpreis in der Kategorie „Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften“ erhielt Philipp Jaufenthaler von der Universität Innsbruck. Seine Forschungsarbeit zeigt, wie Unternehmen durch die gezielte Positionierung als Familienunternehmen ihre regionale Verankerung sichtbar machen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Die Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse für eine Region wie die Euregio, deren Wirtschaft stark von Familienbetrieben geprägt ist.
Mit dem Euregio-Innovationspreis in der Kategorie „Etablierte Geschäftsmodelle und Produkte“ wurde KinCon biolabs GmbH aus Innsbruck ausgezeichnet. Das Unternehmen hat eine patentierte Technologie entwickelt, mit der Pharma- und Biotechunternehmen bereits in frühen Entwicklungsphasen erkennen können, welche Wirkstoffkandidaten das größte Potenzial besitzen. Dadurch können Zeit und Ressourcen eingespart sowie die Entwicklung neuer Therapien, etwa gegen Krebs oder andere schwere Erkrankungen, beschleunigt werden. KinCon ist Mitglied im Cluster Life Sciences der Standortagentur Tirol.
Den zweiten und dritten Platz in der Kategorie „Konzepte und Prototypen“ sicherten sich die Unternehmen VAHLE Automation aus Schwoich und Terra Atmos aus Innsbruck. VAHLE ist Mitglied in den Clustern Mechatronik, Erneuerbare Energie und IT der Standortagentur Tirol.
Zu den weiteren Gewinnern der Euregio-Awards zählen Moritz Ploner von der Freien Universität Bozen, der mit tragbaren Schweißsensoren neue Möglichkeiten für die dezentrale Gesundheitsüberwachung entwickelt hat, sowie Fraido S.r.l. aus Trient mit einem innovativen Beatmungsschlauch, dessen Durchmesser während der Anwendung angepasst werden kann und der medizinische Eingriffe sicherer und effizienter machen soll.
„Ein starker Wirtschaftsstandort lebt von Unternehmen, die in die Zukunft blicken und innovative Wege gehen. Nicht zuletzt die Siegerprojekte zeigen, dass die Unternehmen in der Euregio genau das tun. Damit können sie sich im internationalen Wettbewerb mit der Konkurrenz aus ganz Europa und darüber hinaus messen und Wertschöpfung erzeugen, von der wir alle in der Euregio profitieren. Gleichzeitig helfen die innovativen Projekte dabei, den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu begegnen“, betonte Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol und Juryvorsitzender des Euregio-Innovationspreises.
Die Euregio-Awards werden von der Wirtschaftskammer Tirol sowie den Handelskammern von Bozen und Trient vergeben und fördern innovative Ideen und Projekte, die zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino beitragen.
Zu den Pressemeldungen des Landes Tirol geht es hier:
>>Ehrung der Innovation: Euregio-Awards in Alpbach vergeben | Land Tirol
>>Euregio-Awards 2026 bei den Euregio-Days in Alpbach | Land Tirol