Bildnachweis: Standortagentur Tirol

Digitalisierung

Michael Mairhofer (Industriellenvereinigung Tirol), Sybille Regensberger (Wirtschaftskammer Tirol), Marcus Hofer (Standortagentur Tirol) und Roman Seyyed (digital.tirol) eröffneten den digital.tirol-Impulstag. (v.l.)

digital.tirol-Impulstag 2026 zeigt Wege zur erfolgreichen Nutzung von Künstlicher Intelligenz

19.03.2026
Im Rahmen der Tiroler Innovationswoche 2026 fand am 19. März der digital.tirol-Impulstag unter dem Leitthema "KI verstehen & KI nutzen" in der Wirtschaftskammer Tirol in Innsbruck statt. Rund 200 Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, konkrete Anwendungsfelder sowie Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auszutauschen.

digital.tirol, das gemeinsame Expert:innen-Netzwerk aus Standortagentur Tirol, Industriellenvereinigung Tirol, Lebensraum Tirol Holding, Wirtschaftskammer Tirol und der Fachgruppe UBIT, verfolgt das Ziel, die digitale Transformation im Land aktiv voranzutreiben. Der Impulstag bot dafür einmal mehr eine zentrale Plattform für Wissenstransfer, Diskussion und Vernetzung.

„KI ist ein wertvolles Tool. Wichtig ist jedoch, sie verantwortungsvoll und effizient zu nutzen,“ betonte  Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, in seinem Eröffnungsstatement. „KI hat das Potenzial, die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Tirol weiter zu stärken. Als Standortagentur Tirol begleiten wir Unternehmen dabei, die richtigen Entscheidungen rund um den Einsatz von KI zu treffen.“

Sybille Regensberger, Obfrau der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Tirol, hob sowohl Potenziale als auch Herausforderungen hervor: „KI ist Faszination und Herausforderung zugleich. Sie hat das Potenzial, unsere Arbeit zu erleichtern. Gleichzeitig erfordert sie es, dass wir uns mit ihr beschäftigen und unsere Arbeitsweisen anpassen.“

Auch Michael Mairhofer, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol, unterstrich die Bedeutung für die Industrie: „KI offeriert die Chance, unseren Produktionsstandort effizienter zu machen. Klar ist jedoch auch: KI wird unsere Arbeitswelt verändern – und das mit hoher Geschwindigkeit.“

Von Fördermöglichkeiten bis zu konkreten KI-Richtlinien

Das inhaltliche Programm am Vormittag spannte einen Bogen von strategischen Grundlagen bis hin zu praktischen Fragestellungen. Johannes Rohm vom Land Tirol gab einen Überblick über die Tiroler Innovations- und Digitalisierungsförderungen, mit denen jährlich rund 500 Projekte unterstützt werden.

Rechtsanwalt Clemens Handl verdeutlichte in seinem Vortrag die Notwendigkeit klarer KI-Richtlinien in Unternehmen. Einen sicherheitsrelevanten Fokus setzte Tanja Rechenmacher. Sie zeigte auf, dass viele Unternehmen KI-Systeme derzeit noch unzureichend überwachen und dadurch anfällig für Angriffe sind.

Wie Unternehmen konkret von KI profitieren können, demonstrierte Nina Fauland. Sie betonte, dass erfolgreiche KI-Projekte stets von klar definierten Zielen ausgehen sollten.

Markus Kirchmair widmete sich in seinem Vortrag der Frage „Was bleibt, wenn KI alles (besser) macht?“. Dabei ging er auf die zukünftige Rolle des Menschen in einer zunehmend automatisierten Arbeitswelt ein und regte zur Reflexion über Kompetenzen, Entscheidungsverantwortung und den Wert menschlicher Arbeit an.

In der anschließenden Panel-Diskussion wurden zentrale Fragestellungen rund um Kontrolle, Verantwortung und den praktischen Einsatz von KI kontrovers beleuchtet.

Am Nachmittag standen konkrete Anwendungen im Fokus. Beim abschließenden Networking nutzten die Besucher:innen die Gelegenheit, sich mit Expert:innen, Unternehmensvertreter:innen und anderen Interessierten auszutauschen. Der persönliche Dialog und das voneinander Lernen standen dabei im Mittelpunkt.

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